Kultwanderweg  (Gesamtinfo Kultweg)


Publius C. Tacitus (röm. Geschichtsschreiber um 55 n. Chr.) und andere Schriftsteller der Antike erzählen von undurchdringlichen Urwäldern und deren ungeheuren Ausdehnungen, die damals in unserem Gebiet vorherrschten. Gajus J. Cäsar (röm. Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller; 100 v. Chr. - 44 v. Chr.) berichtet über unser damals geschlossenes, mitteleuropäisches Waldgebiet:

"Es gibt niemanden, der von sich behaupten könnte, er sei in diesem riesigen Wald jemals bis zum Rande vorgestoßen"

Gajus P. Plinius (röm. Offizier und Gelehrter; 23 n. Chr. - 79 n. Chr.) grollt den Wäldern Germaniens, da sie durch ihre Schatten die natürliche Kälte des Landes noch steigerten.
Fast unsterblich schienen ihm die Rieseneichen des Urwaldes zu sein. Ihre enormen Wurzeln krümmten sich unterirdisch und warfen ganze Hügel auf.


Eingangsportal des Kultweges
Wildwiese - Luftaufnahme
...mit Sack und Pack...

Und dennoch - dieses zur Zeit Christi, von unseren südlichen Nachbarn als so unwirtlich bezeichnete Land, war bewohnt. Bewohnt von einem Volk, welches im Einklang mit der Natur lebte und eigenartige Kulte pflegte. Die Namen, welche diese unsere Vorfahren unseren Fluren gaben, haben teilweise bis heute überlebt.

Auch viele Bräuche sowie viele heimische Sagen- und Heiligenfiguren leiten sich von der "heidnischen" Götterwelt unserer Vorfahren ab.

Durch die Schaffung dieses Kultwanderweges sollte ein generelles geschichtliches und volkskundliches Bewußtsein in der Bevölkerung geschaffen werden.

In unbeschwerter Wanderfreunde sollen die Augen für unsere schöne Heimat, unsere sagenumwobenen Plätze und für unser vielfältiges Brauchtum geöffnet werden.

Schutzhütte Wildwiese
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